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Akademie der Bildenden Künste München
Akademiestraße 2
80799 München
Tel. 089.3852-0
e-mail: post@adbk.mhn.de
Homepage: http://www.adbk.mhn.de
Anzahl der Studenten: 630
Hervorgegangen aus einer
1770 gegründeten Zeichenschule ist die "Königliche Akademie der
Bildenden Künste" im Mai 1808 durch eine Konstitution begründet
worden, zu deren Verfassern Friedrich Wilhelm Schelling zählte. Von Beginn
an bestimmten Malerei, Grafik, Bildhauerei und Architektur das Lehrprogramm
der Akademie; zugleich fungierte sie als Künstler-Gesellschaft, die Hof
und Staat in kulturellen Angelegenheiten beraten und unterstützen sollte.
1884 bezog sie ihr von Gottfried von Neureuther entworfenes Gebäude in
Schwabing.
Neben der Pariser und Düsseldorfer international die wichtigste Akademie
des 19. Jahrhunderts, war die Münchner zugleich die künstlerische Metropole
Mitteleuropas: Von Skandinavien über Rußland, Polen und Slowenien reicht
ihr Einzugsgebiet bis nach Griechenland; vor allem mit Ungarn stand sie in intensivem
Austausch. Nach dem Bedeutungsverlust der Düsseldorfer Akademie um die Jahrhundertmitte
zog es auch die Kunststudenten westlicher Länder, nicht zuletzt aus den Vereinigten
Staaten, verstärkt nach München.
Noch für die späteren Protagonisten der radikalen Moderne war München Anziehungspunkt: Um die Jahrhundertwende studierten hier Lovis Corinth und Otto Mueller - die Bewerbung Emil Noldes wurde abgelehnt-, Giorgio de Chirico, Wassilij Kandinski, Alfred Kubin, Christian Schad, Alexander Kanoldt, Paul Klee, Franz Marc und Josef Albers, Richard Riemerschmied und Bruno Paul.
Mit dem Ersten Weltkrieg büßte die Akademie rasch ihre internationale Bedeutung ein und wurde schließlich in den Dienst der nationalsozialistischen Kunstpolitik gestellt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Akademiegebäude weitgehend zerstört, wobei umfangreiche Sammlungen von Kunstwerken, Gipsabgüssen und Kostümen sowie das Archiv verloren gingen. Die ausgelagerte Kunstbibliothek blieb weitgehend erhalten und ist heute mit rund 90.000 Bänden eine der besten ihrer Art, allerdings nur zum internen Gebrauch.
In der Nachkriegszeit konnte die Akademie durch die Berufung von Künstlern wie Georg Meistermann, Ernst Geitlinger, Karl Fred Dahmen oder Günter Fruhtrunk an ihre einstige Bedeutung anknüpfen. Bald wieder international orientiert, berief sie seither Künstler und Architekten aus der Schweiz und Österreich, aus Dänemark, Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Großbritannien und den USA zu Professoren, darunter Robert Jakobsen, Eduardo Paolozzii oder Daniel Spoerri. Nach wie vor gilt, daß "die Akademie immer dann, wenn sie sich um Internationalität bemühte, stimulierend auf das Kunstleben wirkte" (Wolfgang Kehr).
1946 ist das Lehrangebot der Akademie erheblich erweitert worden. Die Kunstgewerbeschule wurde eingegliedert und im gleichen Jahr begann die Ausbildung für das Lehramt am Gymnasium. Es gehört gerade heute zu den besonderen Kennzeichen der Münchner Akademie, daß sie bei diesen Erweiterungen am Ausbildungsprinzip der Klasse festhielt: So werden sowohl Kunsterziehung und die angewandten Künste - Bühnenbild, Glas, Grafik, Schmuck und Keramik - jeweils in eigenen Klassen unterrichtet. Darunter versteht man heute nicht mehr - wie noch zur Gründungszeit - aufeinander aufbauende Qualifikationsstufen, sondern die von einem Künstler geleitete Klasse, in welcher der Student während des gesamten Studiums verbleibt.
Eine weitere Besonderheit
der Münchner Akademie besteht darin, daß die Klassen für angewandte
Kunst von ausgewiesenen Künstlern geleitet werden, um die Übergänge
zwischen freier und angewandter Kunst fließend zu halten. Hier geht es
nicht allein um die kunsthandwerkliche, sondern allgemein um eine bildnerische
Kompetenz; das gleiche gilt für den Umgang mit den Neuen Medien. Seit den
sechziger Jahren ist der Studiengang Innenarchitektur ausgebaut worden, zwei
Aufbaustudien (Architektur sowie "Bildnerisches Gestalten und Therapie")
runden heute das Lehrangebot ab, dessen Schwerpunkt nach wie vor die Klassen
für freie und angewandte Kunst bilden. (Quelle: HRK)
Studiengänge:
Bildhauerei Abschlussprüfung
Bühnenbild und Kostüm Abschlussprüfung
Gestaltung, visuelle Abschlussprüfung
Glas Abschlussprüfung
Goldschmiedekunst Abschlussprüfung
Grafik, freie Abschlussprüfung
Innenarchitektur Diplom
Keramik, freie Abschlussprüfung
Kunsterziehung Lehramt an Gymnasien
Malerei, freie Abschlussprüfung
Medienkunst Abschlussprüfung
Weiterführende Studienmöglichkeit:
Architektur und Städtebau Aufbaustudium, Meisterklasse Abschlusszeugnis
Gestalten, bildnerisches und Therapie Aufbaustudium Berufsqualifizierendes Zertifikat
Lehrende (Auswahl):
Malerei und Grafik:
Hans Baschang
Klaus vom Bruch
Günther Förg
Axel Kasseböhmer
Nikolaus Lang
Sean Scully
Ben Willikens
Jerry Zeniuk
Markus Oehlen