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Hochschule für Bildende Künste Hamburg

Lerchenfeld 2
22081 Hamburg

Tel. 040.2984-1

Homepage: http://www.hfbk-hamburg.de

Anzahl der Studierenden: 1203
 
 
Die Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK) ist eine künstlerisch-wissenschaftliche Hochschule; mit ihrem breiten Fächer- und Ausbildungsangebot gehört sie zu den rennomiertesten Institutionen ihrer Art.
Bereits 1767 wurde sie als erste Gewerbeschule Deutschlands von der Patriotischen Gesellschaft gegründet. 1896 avancierte sie zur Staatlichen Kunstgewerbeschule, die 1913 ihr eigenes, von Fritz Schumacher entworfenes Gebäude am Lerchenweg bezog.
In der Zeit zwischen 1933 und 1945 war auch die Kunstschule von den politischen Verhältnissen stark betroffen: Von der Erwägung die Schule ganz zu schließen, über die abrupte Beendigung aller Reformansätze des damaligen Direktors Max Sauerlandts, der Verfolgung von jüdischen Professoren und zahlreichen Entlassungen bis hin zur Zerstörung der Schule im Bombenkrieg.
Nach dem Wiederaufbau 1955 schließlich wurde erreicht, was seit den 30er Jahren vergeblich angestrebt worden war: der Ausbau der Architekturabteilung und die Umwandlung der Landeskunstschule in die Staatliche Hochschule für bildende Künste.
Neben Berlin und Düsseldorf hat die Hochschule für bildende Künste Hamburg das breiteste Ausbildungsangebot. Es zeichnet sich durch eine große Vielfalt der Disziplinen aus. Daß sämtliche Bereiche des Visuellen unter einem Dach vereinigt sind, ermöglicht einen hohen Grad von Austausch und Interdisziplinarität.
Die strikte Trennung zwischen den Disziplinen wurde seit jeher - und in letzter Zeit verstärkt - durch die Entwicklungen im Bereich der Freien Kunst aufgelöst. Auch Studierende, die eine Existenz als freie KünstlerInnen anstreben, brauchen die technischen und gestalterischen Möglichkeiten, die ihnen Fotografie, Film, Typografie, Reproduktion, Druck oder auch die Archikektur bieten.
Zu den Qualitäten der Hochschule zählt in diesem Kontext außerdem die Vielzahl von Werkstätten. Den Studierenden stehen 13 Werkstätten zur Verfügung, von Holz-, Textil- über Siebdruck- und Metall- bis hin zur Mixed Media- und Videowerkstatt.
Über den Ausbau dieser Infrastruktur ist es der HfbK z.B. gelungen, den hochschuleigenen material-Verlag zu gründen, der bis heute über 100 Bucherscheinungen verzeichnen kann. Besonderer Wert wird auf ganzheitliche AutorInnenschaft gelegt, bei der Konzept, Text, Gestaltung und Herstellung von Anfang bis Ende nachvollziehbar bleiben. Die Bücher des material-Verlages der HfbK haben wiederholt Auszeichnungen für die ästhetische Gestaltung erhalten, die von der Stiftung Buchkunst jeweils zur Buchmesse in Frankfurt vergeben werden.
Eine Grundentscheidung der 50er Jahre, die bis heute das Profil der Kunstlehre an der HfbK prägt, ist die Einrichtung von Gastdozenturen. Durch die Schaffung dieser befristeten Stellen, soll das Lehrangebot flexibel ergänzt werden und auf die Veränderungen der Kunstwelt adäquat reagiert, bzw. geantwortet werden. Dieser offene Bezug zum Kunstgeschehen hat dazu geführt, daß traditionelle Lehrpositionen, die andernorts noch verteidigt werden, an der HfbK aufgegeben wurden. Verstärkt haben sich indessen die künstlerischen Kräfte, die grenzüberschreitend wirken und das Feld der Kunst weiter stecken.
GastprofessorInnen waren z. B.: Josef Beuys, Bazon Brock, Michael Clegg, Enzo Cucchi, Hanne Darboven, Zeha M. Hadid, Richard Hamilton, David Hockney, Rebecca Horn, Fritz Hundertwasser, Jörg Immendorf, Allen Jones, Thadäus Kantor, Daniel Libeskind, Meret Oppenheim, Nam Jun Paik, Ben Patterson, Diether Roth, Thomas Schütte, Katherina Sieverding, Kiki Schmith, Lawrence Wiener etc.
Ein wichtiger Schwerpunkt der HfbK liegt auch in der Filmausbildung, die als grundständiger Diplomstudiengang angeboten wird. Während in den früheren Jahren an der HfbK, entsprechend dem damaligen Zeitgeist, eher experimentelle und politische Ansätze vertreten wurden, ist heute eine stärkere Orientierung in Richtung professioneller Kino- und TV-Spielfilmproduktionen zu beobachten. Dabei ist eine gute Tradition, daß neben dem Berufsziel AutorIn und RegisseurIn auch immer wieder einzelne StudentInnen das Ziel Kameramann/frau oder TonmeisterIn auf hohem Niveau realisieren. Als Newcomer im Bereich des Films, die aus der HfbK hervorgegangen sind, ließen sich etwa Lars Becker, Hermine Hundgeburth, Oliver Hirschbiegel, Frieder Schlaich, Veit Vollmer oder auch Faith Aikin nennen, die prominentesten Absolventen in diesem Bereich sind sicher Loriot und Otto.
Die bildenden Künste sind von ihrer Grundstruktur auf Internationalität angelegt. Entsprechend großgeschrieben werden an der HfbK Kontakte, die in dieser Beziehung aufgebaut werden konnten, ob es sich um die Zusammenarbeit des Fachbereichs Architektur mit der Columbia University New York oder die AA London handelt, die Kooperation mit zwölf Hochschulen im AIAS (Association of Independant Art and Design Schools) oder um die Kooperation des Fachbereichs Visuelle Kommunikation mit Chicago.
Heute sind in den fünf Fachbereichen Freie Kunst, Kunstpädagogik, Architektur, Industrial Design und Visuelle Kommunikation insgesamt ca. 1400 Studierende eingeschrieben, die von ca. 95 voll- und teilzeitbeschäftigten Lehrpersonen unterrichtet werden. (Quelle: HRK)

Studiengänge:
Architektur Diplom
Industriedesign Diplom
Kommunikation, visuelle Diplom
Kunst, bildende Lehramt an der Grund- und Mittelstufe
Kunst, bildende Lehramt an der Oberstufe - allgemeinbildende Schulen
Kunst, bildende Lehramt an Sonderschulen
Kunst, freie Diplom
Technik mit dem Schwerpunkt Technologie Lehramt an der Grund- und Mittelstufe
Technik mit dem Schwerpunkt Technologie Lehramt an Sonderschulen

Weiterführende Studienmöglichkeit:
Freie Kunst, Visuelle Kommunikation Aufbaustudium Zertifikat

Lehrende (Auswahl):
Bauer, Reimund
Blaisse, Maria
Blume, Bernhard Johannes
Böhmler, Claus
Brandlhuber, Arno
Büttner, Werner
Burki, Marie José
Darboven, Hanne
Dillemuth, Stephan  
Ecker, Bogomir
Freter, Bernd
Freyhoff, Ulf
Glozer, Laszlo
Gudjonsdottir, Anna
Gundlach, F. C.
Hafner, Dr. Jonas
Haneke, Egbert
Holtkamp, Alexander
Hoops, Achim
Jenssen, Olav Christopher
Lingner, Michael
Mari, Enzo
Marr, Anne
Mosler, Mariella
Oehms, Rainer
Offern, Franziska v.
Ritter, Ursula
Schaerf, Eran
Schmidt-Wulffen Dr.
Schneede, Uwe
Schneider, Gregor
Siem, Wiebke
Stadtbäumer, Pia, Michael
Staffa, Michael
Thorsdottir, Inga
Vorkoeper, Ute
Walther, Franz Erhard
Weinmiller, Gesine